Bordeaux · France
Bordeaux in 2 Tagen - Kais, Weinbars und Altstadt
Eine Route für 2 Tage in Bordeaux, die der Garonne von den großen Kais und dem Wasserspiegel in die Gassen der Altstadt folgt und dann nach Norden bis Chartrons und zur Cité du Vin führt, mit vielen Gelegenheiten für einen Rotwein aus der Region.
Veröffentlicht am 8. Oktober 2026
Ein dünner Wasserfilm gleitet über den Granit vor der Place de la Bourse. Kinder planschen hindurch, ein Radfahrer rollt vorbei, und die hellen Steinfassaden erscheinen zweimal, einmal aufrecht und einmal kopfüber zu Ihren Füßen. Das ist Bordeaux in einem einzigen Bild. Die Stadt ist elegant, ohne steif zu sein, und belohnt alle, die gemächlich zu Fuß unterwegs sind.
Diese Route für **Bordeaux in 2 Tagen** folgt der Garonne von den großen Kais in die verwinkelten Gassen der Altstadt und führt dann nach Norden ins Viertel der Weinhändler und zu einem Museum, das ganz dem Inhalt Ihres Glases gewidmet ist. Freuen Sie sich auf Stein, Flusslicht und viele Gelegenheiten, sich mit einem Rotwein aus der Region niederzulassen.
Warum 2 Tage in Bordeaux verbringen?
Bordeaux hat eines der größten erhaltenen historischen Zentren Frankreichs, und sein UNESCO-geschützter Kern schmiegt sich an eine Biegung der Garonne, die Mondhafen genannt wird. Das Zentrum ist kompakt und größtenteils flach, sodass Sie fast alle wichtigen Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen, ohne an Verkehrsmittel denken zu müssen. Deshalb sind **2 Tage in Bordeaux** genau richtig für einen ersten Besuch. Tag 1 deckt das klassische Zentrum ab, von der Place de la Bourse und dem Wasserspiegel über das Viertel Saint-Pierre bis zur Kathedrale und zum Grand Théâtre. Tag 2 führt nach Norden nach Chartrons, dem alten Viertel der Weinhändler, und weiter am Fluss entlang bis zur Cité du Vin, bevor der Tag mit einem Abendessen und einem letzten Glas in der Stadt ausklingt. Sie werden nicht jedes Museum sehen, aber Sie verstehen, wie die Stadt zusammenhängt, und reisen ab mit einer klaren Vorstellung, welche Ecken einen längeren Besuch verdienen.
Zwei Tage lassen außerdem Raum für die beste Gewohnheit in Bordeaux. Verweilen.
Tag 1 — Miroir d'Eau, Place de la Bourse und die Gassen von Saint-Pierre
Am Flussufer zeigt sich Bordeaux von seiner glanzvollsten Seite. Die Place de la Bourse öffnet sich direkt zur Garonne, ihre Fassaden aus dem 18. Jahrhundert sollten ankommende Schiffe beeindrucken. Davor liegt der **Miroir d'Eau**, das größte Spiegelbecken seiner Art, das abwechselnd eine flache Wasserschicht und eine Nebelwolke bildet. Ob er in Betrieb ist, hängt von Jahreszeit und Bedingungen ab, betrachten Sie ihn also als Zugabe. Kommen Sie früh, dann ist der Platz ruhig und die Spiegelungen sind klar.
Spazieren Sie auf der Uferpromenade nach Süden. Jogger, Skater und Familien teilen sich die breiten Kais, und die Bänke blicken auf den langen steinernen Pont de Pierre. Biegen Sie dann durch die Porte Cailhau ins Landesinnere ab, ein Tor mit Türmchen, das wie aus einem Märchen entliehen wirkt.
Dahinter liegt das Viertel Saint-Pierre, ein Gewirr aus engen Gassen und kleinen Plätzen. Die Place du Parlement ist von Caféterrassen unter Platanen gesäumt. Die Place Saint-Pierre ist kleiner und ruhiger, mit ihrer gotischen Kirche in der Mitte. Schauen Sie beim Gehen nach oben. Viele Hauseingänge tragen gemeißelte Steinmasken, jedes Gesicht anders.
Überqueren Sie die Rue Sainte-Catherine, die lange Fußgängerzone zum Einkaufen, die das Zentrum durchschneidet. Als Orientierungsachse nützlich, als Ziel weniger. Gehen Sie weiter zur Kathedrale Saint-André und dem frei stehenden Turm Pey-Berland daneben. Der Aufstieg auf den Turm belohnt mit einem schönen Blick über Dächer und Turmspitzen.
Schwenken Sie zurück zur Grosse Cloche, dem alten Glockentor am Cours Victor Hugo, und beschließen Sie den Nachmittag am Grand Théâtre an der Place de la Comédie. Seine Säulenreihe, gekrönt von Statuen von Musen und Göttinnen, ist eines der Wahrzeichen der Stadt.
Wenn das Licht schwindet, suchen Sie sich eine Weinbar in der Altstadt und bitten um eine kleine Verkostung lokaler Appellationen. Fast überall dürfen Sie gern einen Médoc und einen Saint-Émilion direkt nebeneinander vergleichen.
Tag 2 — Chartrons, die Cité du Vin und Weinbars
Chartrons wurde durch Wein reich. Die Händler lagerten ihre Fässer in langen Kellern hinter ihren Häusern am Kai und verschifften jahrhundertelang Claret nach Nordeuropa. Das Viertel wirkt bis heute wie ein Dorf. In der Rue Notre-Dame reihen sich Antiquitätenhändler, Bäckereien und kleine Cafés aneinander, und die Seitenstraßen verbergen Innenhöfe, die man nur bemerkt, wenn ein Tor offen steht.
Verbringen Sie den Vormittag mit Stöbern. Halten Sie Ausschau nach den Essensständen und Markthallen nahe dem Fluss, und nehmen Sie einen Kaffee und einen Canelé für unterwegs mit. Folgen Sie dann der Garonne nach Norden. Die Kais sind hier breit, mit alten Lagerhäusern auf der einen und vertäuten Booten auf der anderen Seite. Der Weg führt an den Bassins à flot vorbei, den alten Hafenbecken, und ist bei fast jedem Wetter angenehm. Wenn die Beine streiken, fährt die Straßenbahn diese Strecke entlang.
Das geschwungene, goldene Gebäude vor Ihnen ist die **Cité du Vin**. Seine Form soll an Wein erinnern, der im Glas kreist, und an die Strudel des Flusses. Drinnen führt ein immersiver Dauerrundgang durch die Weinkulturen von Georgien bis Chile, mit Düften, Filmen und interaktiven Tischen. Der Besuch endet meist mit einer Verkostung im Panoramasaal ganz oben, mit Blick über Fluss und Stadt. Ticketvarianten und Öffnungszeiten ändern sich, werfen Sie also vorher einen Blick auf die [Website des Museums](https://www.laciteduvin.com/en).
Lust auf etwas völlig anderes? Die Bassins des Lumières zeigen immersive digitale Kunst in einem riesigen ehemaligen U-Boot-Bunker ganz in der Nähe. Allein der Beton ist den Besuch wert.
Kehren Sie zum Abendessen nach Chartrons oder ins Zentrum zurück. Fragen Sie nach offenen Weinen und lassen Sie sich vom Personal beraten. In den Bars von Bordeaux kommen oft Flaschen ins Glas, die Sie im Ausland nie finden werden.
Wie kommt man in Bordeaux herum?
Bordeaux ist vor allem eine Stadt für Fußgänger. Altstadt, Kais und Chartrons sind durch bequeme, ebene Wege verbunden, und an Tag 1 brauchen Sie kaum etwas anderes. Für längere Strecken verbindet das Straßenbahnnetz das Flussufer, Chartrons und die Gegend um die Cité du Vin und bringt Sie vom Bahnhof Bordeaux Saint-Jean ins historische Zentrum. Straßenbahnen, Busse und die Flussshuttles betreibt TBM, der städtische Verkehrsverbund, und Pläne sowie Ticketoptionen finden Sie auf der Website des [Verkehrsbetriebs](https://www.infotbm.com/en). Entwerten Sie Ihr Ticket bei jedem Einsteigen. Auch das Fahrrad ist eine gute Wahl, denn der Weg am Fluss ist lang, flach und gut ausgeschildert.
Viele der schönsten **Unternehmungen in Bordeaux** finden im Stehen auf Stein statt. Tragen Sie bequeme Schuhe mit gutem Profil, denn das alte Pflaster kann uneben und nach Regen rutschig sein. Die Kais liegen ungeschützt, also nehmen Sie im Sommer einen Hut und für den Wind vom Fluss eine zusätzliche Schicht mit.
Wann ist die beste Reisezeit für Bordeaux?
Frühling und früher Herbst passen am besten zu dieser Route. Die Tage sind mild, die Terrassen voll, und das Abendlicht über der Garonne hält lange an. Im Frühherbst kommt die Aufregung der Weinlese in den umliegenden Weinbergen hinzu, und in jeder Bar wird über die Trauben gesprochen.
Der Sommer ist lebhaft und warm, und der Miroir d'Eau wird zum Spielplatz. Der Winter ist ruhiger und kühler, was kürzere Schlangen und gemütliche Weinbars bedeutet. Saisonale Veranstaltungen listet das [offizielle Tourismusbüro](https://www.visiter-bordeaux.com/en/).
Was isst und trinkt man in Bordeaux?
Fangen Sie mit dem an, was rund um die Stadt wächst. Das Médoc erstreckt sich nach Norden entlang der Mündung, Saint-Émilion liegt im Osten auf seinem Kalksteinhügel, und Graves beginnt fast schon am Stadtrand. Ein Tagesausflug in die Weinberge ist leicht zu organisieren, doch diese Route hält Sie in der Stadt, wo **Weinbars** Sie die ganze Region probieren lassen, ohne dass Sie fahren müssen.
Dann kommen die lokalen Leckereien. Der Canelé ist ein kleiner geriffelter Kuchen mit karamellisierter Kruste und einem weichen Kern mit Rum und Vanille. Kaufen Sie ihn möglichst noch warm. Austern kommen aus dem Becken von Arcachon an der nahen Küste und werden oft nur mit Zitrone, Brot und einem Glas Weißwein serviert. Die Bistros setzen auf Klassiker wie Entrecôte, gegrillt über Rebholz.
Beliebte Restaurants sind schnell ausgebucht, vor allem am Wochenende. Reservieren Sie für den Abend, der Ihnen am wichtigsten ist, und lassen Sie den anderen offen zum Umherschlendern.
Bereit, Ihre eigene Reise nach Bordeaux zu planen?
Erstellen Sie Ihre eigene Reiseroute mit Keptour - fügen Sie die Orte hinzu, die Ihnen ins Auge fallen, ordnen Sie sie nach Tagen und teilen Sie den Plan mit allen, die mitkommen. Lassen Sie eine Stunde frei für eine Bank am Fluss bei Sonnenuntergang. Mischen Sie die Wahrzeichen mit den kleinen Gassen, und lassen Sie ein Glas Wein aus der Region entscheiden, wohin der Abend geht.





